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Das Klavier, auch Pianoforte (oder Fortepiano), kurz Piano, gehört zur Gruppe der Tasteninstrumente. Mit dem Oberbegriff „Klavier“ sind heute zwei Hauptbauformen gemeint: Flügel  oder Pianino. Ein Flügel steht frei im Raum. Raste, Resonanzboden und Besaitung sind waagerecht parallel zum Boden. Beim Pianino stehen Raste, Resonanzboden, Besaitung und Hammermechanik (Ständermechanik) senkrecht zum Boden, so dass man es platzsparend an die Wand stellen kann.

Ab welchem Alter kann man Klavier lernen? Der Klavierunterricht kann in der Regel mit fünf bis sechs Jahren beginnen, in Einzelfällen unter Umständen auch schon früher. Empfehlenswert ist ein individuelles Beratungsgespräch mit einem Fachlehrer vor der Anmeldung zum Unterricht.

Vorkenntnisse Idealerweise hat Ihr Kind an der Elementaren Früherziehung und der Musikalischen Grundausbildung der Musikschule teilgenommen. In diesen Kursen werden die Kinder in optimaler Weise auf einen weiterführenden Instrumentalunterricht vorbereitet. Natürlich kann der Unterricht auch ohne diese vorbereitenden Kurse begonnen werden.

Was kostet ein Klavier? Neue Klaviere sind ab ca. 3.000,– € zu haben, gebrauchte Instrumente sind entsprechend günstiger. Setzen Sie sich vor dem Kauf mit dem Instrumentallehrer in Verbindung, er kann Sie mit fachlicher Kompetenz beraten. Viele Händler bieten die Möglichkeit des „Mietkaufs“ an. Die Entscheidung für den Kauf fällt in diesem Fall erst, nachdem man das Instrument zuvor einige Monate gemietet hat. Klaviere sind Instrumente mit einer komplexen und hochpräzisen Mechanik. Ein gutes Raumklima sowie regelmäßige Wartung durch den Klavierstimmer sorgen dafür, dass das Instrument auch noch nach Jahren seine Qualität beibehält.

E-Piano – die Alternative zum Klavier? Ein E-Piano kann das Spiel- und Klangverhalten eines Klaviers bestenfalls simulieren, aber nie ersetzen. Der Klang wird dabei immer ein Klang aus einem Lautsprecher sein. Ein Vergleich der Kosten zeigt, dass der Wertverfall eines E-Pianos im Laufe der Jahre ungleich höher als der eines Klaviers ist. Auch ist die Lebensdauer elektronischer Instrumente wesentlich geringer.

Was wird im Unterricht gelernt? Das Erlernen eines Musikinstrumentes bilden die ganze Persönlichkeit des jungen Menschen aus. Musikausübung verbindet dabei die Förderung seelischer Ausdrucksfähigkeit ebenso, wie die Stärkung von Konzentration, Durchhaltevermögen und der Fähigkeit, ein gestecktes Ziel zu erreichen. Das Klavierspiel schult den unabhängigen Gebrauch der Hände, es fördert die Feinmotorik, die Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis. Darüber hinaus werden wichtige Grundkenntnisse der Musiklehre vermittelt.

Ensemblespiel Das Klavier ist eines der beliebtesten Begleitinstrumente und kann mit nahezu jedem anderen Instrument zusammenspielen. Sehr oft wird es auch zur Begleitung von Sängern und Chören verwendet. Sehr beliebt ist auch das vier-, sechs- bzw. sogar achthändige Spiel an einem Instrument.

Übung macht den Meister“Wer sich für das Erlernen eines Instruments entscheidet, entscheidet sich gleichzeitig für regelmäßiges Üben. Die Freude am Spiel entsteht durch den Erfolg – das Erreichen eines Ziels aus eigener Anstrengung: „Das war schön! Das habe ich gut geschafft! Ich kann etwas!“ Zum regelmäßigen Üben braucht das Kind die begleitende Unterstützung durch Eltern und Instrumentallehrer. Je kleiner die Kinder sind, desto mehr brauchen Sie Hilfe beim Üben. Erst wenn Kinder wissen wie es geht, spielen sie von selbst. Beim Üben kommt es nicht auf die reine Zeitdauer an, sondern wichtig ist, dass intensiv und mit Konzentration geübt wird. Als Anhaltspunkt: 15 Minuten für Anfänger, später 30 bis 60 Minuten (eventuell verteilt auf zwei Übungseinheiten) sorgen in der Regel für hörbare kontinuierliche Fortschritte beim Erlernen eines Musikinstrumentes. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, wenn Eltern immer wieder das Gespräch mit der Fachlehrkraft suchen.